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6
Feb
2009

We are the pilgrims

"We are the Pilgrims, master; we shall go
Always a little further: it may be
Beyond the last blue mountain barred with snow,
Across that angry or that glimmering sea,
White on a throne or guarded in a cave
There lives a prophet who can understand
Why men were born..."


(from JAMES ELROY FLECKER: The Golden Journey to Samarkand)

2
Feb
2009

into the wild

I leave here believing
More than I had
This love has got
No ceiling

(aus: NO CEILING)


ich höre relativ viel musik und kenne mich auf diesem gebiet ein bisschen aus. ich bin keine spezialistin, aber ich glaube schon sagen zu können, dass ich einen ganz guten überblick habe.

es passiert mir selten, dass mich ein album wirklich überzeugt. komplett aus den socken haut.

am wochenende ist es aber nach langer zeit wieder einmal passiert: EDDIE VEDDER - INTO THE WILD, der soundtrack zum gleichnamigen film.

rockig. wild. ungestüm. aber auch ganz leise und gefühlvoll.
jeder song ein volltreffer, der mich im innersten berührt.

ich nehme das album mit auf meine reise. wer mich finden will, findet mich in dieser musik.

http://de.youtube.com/watch?v=pRUGvArWXLk

http://de.youtube.com/watch?v=pHcZ1wPsJYY

http://de.youtube.com/watch?v=32Js2Ef5Ojg

25
Jan
2009

...

jährlich erkranken in deutschland ca. 57000 frauen an brustkrebs.
was für eine beschissene diagnose.
ich bin fassungs-los. und wort-los. jeder satz ist zu viel.

20
Jan
2009

inauguration

was für ein tag.

mr obama hat mich zu tränen gerührt.
und die waschmaschine ist explodiert.

mir ist bewusst, dass ich mich irre anhöre. aber es ist nun mal so.

die neue waschmaschine wird am kommenden donnerstag in ihr amt eingeführt. und es ist viel zu tun. always.

außerdem erreicht mich herrn zafons neues buch. das spiel des engels. zusammen mit einem lesezeichenkuli. vielen dank!

18
Jan
2009

wintermärchen I/II

du siehst das haus nur
an weißen januartagen -
wenn es schneescheint, eisregnet
und die wiesen sonnenglatt sind.

buchstaben verwittern, ergeben keinen sinn.
aber sie schicken dich auf eine reise.

vergiss nicht die rolle mit dem roten garn!

schau, es beginnt zu schneien.
die fenster öffnen sich.
ganz weit. als müssten sie atmen.

vorhänge bewegen sich raschelnd
im tanzschritt der vergangenheit.

ich weiß: schneeflocken, die fensterbretter berühren,
werden zu glas.

eine alte frau mit grauem haar
sammelt die funkelnden sterne. sie summt dabei
und trägt sie behutsam nach drinnen.

dort legt sie die spur.

du siehst das haus nur
an weißen januartagen.
vergiss nicht die rolle mit dem roten garn.

***

nimm das buch.
trau mir.
öffne die tür.

ein blinder spiegel lehnt im flur an der wand.
(kiesel liegen davor. was solln sie beweisen?)

die sternenfrau ist hineingegangen.

du musst den faden aufnehmen.
dann ist alles ganz leicht.
du wirst finden.

du witterst die see.
geh an den strand.

sogar ich höre den möwenschrei.
trau mir.

14
Jan
2009

Backbord

das ergebnis eines nachmittages im back-ground:

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wenn das jetzt nicht reicht, weiß ich auch nicht. ich kann nicht mehr.

***

ansonsten muss frau nisavi anmerken, dass 2009 unerfreulich beginnt. bislang.
eine hiobsbotschaft jagt die nächste.

13
Jan
2009

Australia

es gibt filme, die nehmen die zuschauer mit. im wörtlichen sinne. sie entführen das publikum und erzählen eine geschichte. sie unterhalten. gut.

solch ein film ist "australia". ein monumentales epos ein gewaltiger schinken, auf den man sich an einem frostigen wintertag gern einlässt.

es ist faszinierend zu beobachten, wie unverschämt mr luhrmann in die vomwindeverweht-casablanca-jenseitsvonafrika-titanic-pearlharbour-kiste greift. man wähnt sich ständig in der australischen adaption eines dieser filme und erwartet sozusagen minütlich, dass hugh jackmann nicole kidman die haare wäscht (er tut es nicht) oder sich die beiden liebenden wenigstens wie jack und rose auf deck drapieren (passiert ebenfalls nicht).
es gibt dialoge, die so banal und kitschig sind, dass sich einem die haare sträuben.

dennoch. wenn man dem film etwas bescheinigen kann, dann mut zu kitsch und klischee auf der ganzen linie. groß, ironisch und mit einem augenzwinkern inszeniert.

neben tollen landschaftsaufnahmen und schönen menschen gibt es allerdings auch die feinen, kleinen luhrmann-szenen. nullah (sehr eindrucksvoll: brendan walters), der die fische herbeisingt, zum beispiel. die szene erinnert mich an die poolszenen in "romeo und julia"(1996), ebenso übrigens, wie mich die urbane kulisse teilweise an diesen film des regisseurs erinnerte.

ein unterhaltsamer abend also. aber vielleicht der schwächste film luhrmanns bislang.

7
Jan
2009

Kum ba yah meets Glück auf

erkenntnis des tages: gospel ist interessant. aber nicht meine art von musik. anstrengend, finde ich.

allerdings war es geradezu unterhaltsam, zu erleben, wie eine handvoll new yorker gospelsänger die bergheinze und -heinzinnen zum zappeln und klatschen brachte.

es ist heute nicht mehr so grimmig kalt, wie in den letzten tagen. gestern hatten wir MINUS VIERUNDZWANZIG GRAD.
heute nacht sinds NUR zehn grad. minus.

ich bin kein wintermensch. in meinem vorherigen leben war ich vermutlich ein eichhörnchen. oder ein igel. an winterschlaf gewöhnt jedenfalls.

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