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21
Apr
2008

spring



der erste schoene fruehlingstag. warm und sonnig. wir verbringen ihn auf slot loevenstein.
pittoresk. gruene wiesen, loewenzahn, junge laemmer, windmuehlen am horizont.

20
Apr
2008

DELFT







je weiter man nach westen kommt, umso gruener wird es. eine reise in den fruehling. hier in holland bluehen schon die rapsfelder.

das viele wasser, die vielen flusslaeufe und kanaele - eine malerische landschaft. MALERisch. kein wunder also.

irgendein schlauer mann, ich denke, es war nicht albert einstein, hat mal gesagt, dass man in jedem lebensjahr ein paar orte aufsuchen soll, die man noch nicht kennt. ich hoffe, dieses lebensjahr wird eins mit vielen neuen orten.

vorerst freue ich mich auf amsterdam. anne frank und van gogh.

heute: brunch und meer. vermeer vielleicht am donnerstag.

fuehle mich gut aufgehoben und bin gespannt auf die kommenden tage.

14
Apr
2008

Albert war ein kluger Mann.

Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.

(Albert Einstein)


Wie sicher darf muss man sich einer Sache sein, um sie durchzusetzen?

Und was, wenn man sich nicht hundertprozentig sicher ist?

5
Apr
2008

spring starts...

http://www.youtube.com/watch?v=Zqu3U05tkAw

http://www.youtube.com/watch?v=czQoGSYBeHU

http://www.youtube.com/watch?v=U4PeiA3IGas


And you know that she's half crazy
But that's why you want to be there
And she feeds you tea and oranges
That come all the way from China
And just when you mean to tell her
That you have no love to give her
Then she gets you on her wavelength
And she lets the river answer
That you've always been her lover



And you want to travel with him
And you want to travel blind
And you think maybe youll trust him



unbelievable.


PS: http://www.youtube.com/watch?v=2lujkZqj-Yk&feature=related

PS: http://www.youtube.com/watch?v=RdbpamsaAY8&feature=related

PS: http://www.youtube.com/watch?v=OV9V-kU621s&NR=1

PS: http://www.youtube.com/watch?v=oBFQg7P5YKw

29
Mrz
2008

Protokoll einer Dienstfahrt

(oder: Das Wunder von Berlin)

- für drei liebe Menschen -

Protokoll einer Dienstfahrt (oder: Das Wunder von Berlin)

- 27.03. : Es beginnt schon wundersam. Alle sind fast pünktlich am Treffpunkt. Verzweiflung macht sich breit, als feststeht, dass als Transportmittel ausgerechnet ein Nissan-Micra (MICK-RA) zur Verfügung steht. Diversen Delegationsteilnehmern wird der Sinn der Gepäckvorschriften schlagartig klar. (Mitgenommen werden dürfen nur ein Wechselschlüpfer/eine Wechselunterhose und eine Zahnbürste. Ausgewählten Personen ist außerdem das Mitführen einer Zahnpastatube gestattet.)

- Es passt trotzdem alles in den Kofferraum. Irgendwie.

- Die Fahrt verläuft problemlos. In der Ferne sind der Cargolifter und die Vergangenheit zu sehen.

- Ankunft in einer Russenmafiapension im Berliner Hinterhaus. Zille lässt grüßen. Oder Repin? Teile der Delegation beschließen augenblicklich, einen auf Kruste zu machen. Teile der Delegation sind unentschlossen. Andere Repräsentanten widmen sich sofort der Körperpflege.

- Auf dem Weg zum Veranstaltungsort wird die Frage aufgeworfen, warum das Tipi „Tipi am Kanzleramt“ heißt und gar nicht am Kanzleramt liegt. Keiner weiß eine Antwort. Die Delegationsteilnehmer stehen ratlos zwischen Philharmonie und Nationalgalerie und gucken doof aus der Wäsche. Mitleidige Passanten bescheinigen ihnen, dass sie sich im Großstadtdschungel verirrt haben. Schöne Scheiße. Die Zeit drängt. Die auftoupierten Haarschöpfe fallen beim Rennen zusammen. Man entschließt sich schließlich, einen türkischen Taxifahrer zu behelligen. Der zweifelt am Geisteszustand der Truppe, kann dies aber hervorragend verbergen und so tun, als wäre alles gut. Er fährt die Verwirrten für viel Geld ums Caree und lacht sich ins Fäustchen. Die Delegationsleiterin bemerkt sein hämisches Grinsen jedoch in letzter Minute und verhindert die Gabe eines reichliches Trinkgeldes.

- Entspannung. Die Karten liegen an der Kasse bereit. (yeahyeahyeah!!!) Die Delegation lässt sich an einem Tisch nieder und bestellt auserlesene Speisen. Pumpernickelgedöns, Käseschachtel, Oliven und Fisch. Der Wein mundet und das Tipi (am Kanzleramt!) füllt sich so nach und nach.

- WE ARE THE UKULELE ORCHESTRA OF GREAT BRITAIN. Ein Satz wie aus Stein gemeißelt. Very British. Very cool. Unvergleichlich. Die Delegation amüsiert sich wie Bolle. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Händel beschließt zwei Stunden Unterhaltung vom feinsten. Great. Marvelous. Brilliant. Stunning. Tremendous. (Mehr Vokabeln fallen der Protokollantin gerade nicht ein.)

http://www.youtube.com/watch?v=OP7F8P1ZtD0
http://www.youtube.com/watch?v=V3gp7B8WC4Q


http://www.ukuleleorchestra.com/main/home.aspx


- Ein bis dahin als introvertiert geltendes Mitglied der Delegation, angeblich des Englischen NICHT MÄCHTIG (!!!), mischt sich nach der Veranstaltung unter die Künstler, parliert in fließendem Englisch und ergattert Autogramme. (Stunden später erinnert sich die Person an keinen der gesprochenen Sätze mehr.)

- Die Delegation schreitet andächtig durchs Brandenburger Tor. Der Reichstag ist leider schon geschlossen.

- Die Delegation entert eine zwielichtige Bar, in der geraucht wird, die Karten kleben und der Caipi zu 90% aus Eiswürfeln besteht. Man versucht sich gemeinsam an die Telefonnummer der Polizei zu erinnern.

- Zurück in der Pension. Teile der Delegation fürchten kidnapping, Teile der Delegation hoffen auf kidnapping und der Rest schläft.

- Was die seltsamen Geräusche am Morgen bedeuten („ierhkskjfow – mmmmmh – deoosnchfkfor – mmmmmmmh – ersbcurjfkf“) weiß keiner. Oder doch?

- Kaffee bei Balzac.

- Auf der Fahrt zum POWERSHOPPING vergisst ein Mitglied der Delegation (schon wieder das bis dahin introvertierte), den Fahrausweis zu entwerten. Das demente zerstreute Mitglied der Delegation zittert drei Stationen lang, dass eine Kontrolle kommt. Schließlich entschließen sich die anderen Delegationsmitglieder zur Solidarität und verlassen die U-Bahn mit der Zittrigen. POWERSHOPPING verzögert sich, weil danach 10 min lang keine Bahn kommt. Frieren auf einsamen Bahnsteigen.

- Schließlich erfinden Repräsentanten angeblich anstehende Familienfeste, um sich komplett neu einzukleiden. Andere Mitglieder der Delegation handeln erhebliche Preisnachlässe aus. Die Minderheit ist brav und kauft wenig/nichts. Oder sie gibt sich intellektuell und besucht Karl Valentin.

- Der kaufsüchtige Teil der Delegation entgeht der Ausweisung aus der Hauptstadt um Haaresbreite, weil er im Bodyshop an einem Regal hängen bleibt und die Innendekoration teilweise zerstört.

- Senefelder Platz. Cafe Berger. Leckeres Essen, guter Kaffee. Schöne Lampen. Nette Jungs. :-) Letzter Kaufrausch in einem Buchladen. Der weiße Neger Wumbaba am Bande.

- Heimfahrt. Die Schnapsnase singt wundervoll. Die Delegation betet gemeinschaftlich dafür, dass sie sich nicht zu Tode kokst und noch viele solcher geiler CDs aufnimmt.

21
Mrz
2008

ge-rädert




(weihstern 2008)

17
Mrz
2008

Annie Leibowitz

irgendwann habe ich damit begonnen, ihre porträts aus illustrierten zu trennen und aufzubewahren. ich bewunderte stets die idee hinter dem jeweiligen bild, eine idee, die mir entweder total naheliegend oder völlig abgefahren erschien. originell und unvergleichlich jedoch in jedem fall.

ich glaube, eine zeitlang hatte ich sie dennoch völlig vergessen.

erst als ich begann, mich mit susan sontag zu beschäftigen, rückte sie wieder in meinen focus.

im vergangenen jahr der großartige bildband „a photographer’s life“ – mein allerschönstes geburtstagsgeschenk ever. ich habe tage und wochen damit verbracht, die magie der bilder aufzunehmen. die berühmten porträts (beispielsweise die schwangere demi moore, mick jagger, patti smith, willie nelson, der mich im profil immer an einen raubvogel erinnerte, nelson mandela...) noch einmal durchgesehen. ich bin mit den fotos nach paris gereist, nach rom und sarajewo. habe die bilder vom ground zero gesehen. dabei gespürt, dass die familie, die kinder und natürlich susan sontag in einer glamour- und promiwelt das wichtigste waren bzw. sind. koordinaten.
die bilder vom sterben der schönen susan werde für mich immer meilensteine der photographie sein, so grausam sie auch auf den ersten blick zu sein scheinen.

heute abend: annie leibovitz – „life through a lens“ (ARTHAUS) – ein wunderbarer film über leben und schaffen der großen fotografin. ein film über ihre zeit, über ihre ära beim ROLLING STONE / bei VANITY FAIR, ihre sensible art und weise, teil der szenerie zu werden, die sie wohl im laufe der zeit perfektioniert hat. haben muss. wie sonst sind bilder entstanden wie das von john lennon, der sich nackt, embryolike, an yoko schmiegt, ganz bloß und verletzlich? (ich kannte das bild, aber ich wusste nicht, dass das entsprechende shooting fünf stunden vor seiner ermordung stattfand. das cover erschien seinerzeit ohne caption. was hätte man auch dazuschreiben sollen?)

der film illustriert vieles, setzt fakten in zusammenhänge, lässt zeitzeugen zu wort kommen und zeichnet ein eindringliches porträt von einer großen künstlerin, die vor allem eins immer geblieben zu sein scheint: sie selbst.

PS: NOTIZ AN MICH SELBST> ich will noch etwas über josef koudelka und martin munkacsi schreiben.

Le petit prince

meldungen wie die folgende deprimieren mich zu tode.

ich kann nicht einmal genau sagen, warum. weil ich Le Petit Prince sehr liebe? weil im nichtwissen immer eine (kindliche) minihoffnung verborgen ist?weil ich sätze wie "Wenn ich gewusst hätte, dass das Saint-Exupéry war, hätte ich niemals geschossen, niemals"zum kotzen finde? lieber himmel, ja. es war krieg. lieber himmel, ja, da galten und gelten andere gesetze. jeder weiß das. trotzdem. ein mensch ist ein mensch.

zeichne mir ein schaf...

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,541775,00.html

Berlin - Der Bruder des verstorbenen Sängers Ivan Rebroff hat als Pilot im Zweiten Weltkrieg höchstwahrscheinlich den französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry abgeschossen. "Es ist in der Nähe von Toulon passiert", sagte der 88-jährige Horst Rippert der Nachrichtenagentur AFP. "Er flog unter mir. Ich war über der See auf einem Aufklärungsflug."

Er habe das französische Hoheitszeichen am Flugzeug gesehen, sei eine Kurve geflogen und habe sich hinter den französischen Flieger gesetzt, sagte der Bruder des deutschen Sängers mit russischem Künstlernamen. Dann habe er ihn abgeschossen.

"Wenn ich gewusst hätte, dass das Saint-Exupéry war, hätte ich niemals geschossen, niemals", zitierte de Sonntagszeitung "Journal du Dimanche" aus einem Buch über Saint-Exupérys Verschwinden, das diese Woche in Frankreich erscheinen soll.



>„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

>„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“

...so feine gedanken. dann kommt ein donkosakenbruderverschnitt und knallt einen ab. tolle welt das.

15
Mrz
2008

...

da war
erster reif
ein uhrenschlag
die zeit zu gehen

den schmetterlingen
wischte ich
die blumenfarben
von den flügeln
und alle blauen
salamander
ließ ich auf den hügeln
frei

mein fährgeld:
eine muschelscherbe.


(was für ein scheißtag)

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