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oman2010-490

28
Apr
2015

Nepal

Einige von euch wissen, dass ich mich, zunächst im Rahmen einer Schulpartnerschaft, sehr für Nepal interessiert und engagiert habe. Ich war zweimal dort und habe auch das Partnerdorf Gathi im District Sindhupalchok besucht und die unglaubliche Gastfreundschaft der Menschen dort genießen dürfen. Im Oktober letzten Jahres hatten wir die große Freude, Kinder aus dem Partnerdorf in unserer Familie beherbergen zu können.

Ich wünschte, ich könnte beschreiben, wie mich diese Begegnungen verändert haben. Es fällt mir, erst recht unter den dem Eindruck der derzeitigen Ereignisse in Nepal, schwer. Vielleicht kann ich es so formulieren: mir ist sehr bewusst geworden, wie privilegiert ich in jeder Hinsicht bin. Ich weiß, dass meine Probleme völlig lächerlich sind im Vergleich zu denen der Menschen im Himalayaland. Ich denke, wenn wir Nepal nur als exotisches Urlaubsland oder Kletterparadies wahrnehmen, versagen wir als Menschen. Wir werden unserer Verantwortung für diese eine Welt nicht gerecht.


Ich bin sehr froh, dass Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Freiberg, u.a. meine Tochter und meine Söhne, die Chance haben, zu lernen, dass auch ganz kleine Schritte in die richtige Richtung eine Sache voranbringen können.
Die Schülerfirma hat in einer Zeit, in der, auch in unserem Land, viele hauptsächlich das eigene Wohlergehen im Sinn haben, unbeirrt hart gearbeitet und viel, viel Gutes bewirkt.

Seit dem Wochenende verfolgen wir alle traurig und fassungslos die furchtbaren Berichte aus Nepal und hoffen inständig, dass unser Partnerdorf "davongekommen" ist. (Was für eine seltsame Redewendung.) Die spärlichen Nachrichten, die zu uns durchdringen, klingen leider schlimm. Es ist von vielen Toten und zerstörten Häusern die Rede. Rettungskräfte dürften, u.a. auf Grund der Tatsache, dass die Straßen zerstört und von Erdrutschen blockiert sind, noch nicht in die entlegene Bergregion vorgedrungen sein.

Alle sind mit ihren Gedanken bei den Menschen in Nepal. Wir wollen helfen. Ich will helfen. Auch, wenn die Situation momentan noch völlig unübersichtlich und chaotisch erscheint.
Die Schülerfirma hat sich entschlossen, Spenden zu sammeln und über deren Verwendungszweck dann zu entscheiden, wenn klar ist, welche Probleme derzeit am dringlichsten sind.

http://www.nepalfreiberg.de/…/2…/173-gemeinsam-etwas-bewegen

Ich bitte euch, unterstützt das Anliegen der Freiberger Schülerfirma oder spendet an eine der großen Hilfsorganisationen. Vergesst die Menschen in Nepal nicht. Sie sind in allergrößter Not und bedürfen unserer Hilfe.

Namaste.

Annett

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