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14
Feb
2009

Wadi Tanuf-Manah-Jebel Akhdar

13-02

Wir haben noch nicht genug von Viehmaerkten und besuchen noch den von Nizwa. Groesser. Mehr Menschen. Mehr Viecher. Aber auch keine Hektik. Wieder dieses entspannte Feilschen und Handeln. Man sieht oft, wie sich Maenner nach erfolgtem Verkaufsabschluss die Haende schuetteln. Die Frauen halten sich dezent im Hintergrund, scheinen aber maechtig mitzumischen.

Anschliessend schlendern wir durch den Souq. Wir kaufen Silberschmuck, Postkarten, Weihrauch und einen Krummdolch.

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Das Dorf Tanuf ist beruehmt fuer die Mineralwasserabfuellanlage, aber die interessiert uns weniger. Wir wandern im Wadi und die Kinder verfuettern all unseren Proviant an die umherzottelnden Ziegen.

Nachmittags besuchen wir Manah und besichtigen wieder einmal eine Geisterstadt. (Erst zum Schluss, als alles zu spaet ist, entdecken wir das Verbotsschild.)

14-02

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(Valentinstag. Auch hier im arabischen HOtel. Im Pool treiben Luftballonherzen.)

Wir verbringen den Tag am Jebel Akhdar, dem gruenen Berg, der so heisst, weil ihn gruene, fruchtbare Terassenfelder umgeben.

Zunaechst rattern wir mit unserem Gelaendewagen ins Wadi Muaydin. (Ohne Allrad wurde das gar nicht gehen.) Ein paradiesischer Ort. Links und rechts ragen hohe Feldwaende auf. In der Schlucht wachsen vereinzelt Baeume zwischen den Geroellmassen. Auf den Terrassenfeldern sind Bauern bei der Arbeit. Wir sehen erneut, wie kunstvoll sie mit Hilfe der Falajs bewaessern.
Und vor allem: wir finden Wasser. Einen glasklaren Tuempel mit Fischlein drin. UNsere Jungs sind nicht wieder wegzukriegen. Vinc uebrigens, hat sich bereits in Muscat ein Turbantuch kaufen und die Wicklung erklaeren lassen. Er gibt jetzt hier den Sindbad, was bei den Omanis immer wieder Heiterkeitsausbrueche hervorruft.

Wir passieren einen Streckenposten, strenges MIlitaer, aber beim Anblick von Vinc milde gestimmt, und fahren auf das Saiq-Plateau. Wildes, unberuehrtes Land.

Dann wandern wir von Al-Aqur nach Al-Ayn und Sharijah. Es geht durch alte Doerfer, vorbei an Moscheen, ueber Terrassenfelder. Die Granatapfelbaeume bluehen und duften. Vinc entdeckt immer wieder Eidechsen. Die Falaj-Systeme sind beeindruckend.

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Auf einer Treppe kommt uns eine gebueckte Alte entgegen. Sie traegt einen gruenen Schleier und ein kobaltblaues Unterkleid. Wenn sie sich bewegt, kann man ihren Schmuck unter der Kleidung blinken sehen. Manchmal muss sie die Treppen auf allen vieren erklimmen. Als sie auf unserer Hoehe ist, richtet sie sich auf, tritt einen Schritt auf mich zu und gibt mir die Hand. Die Hand fuehlt sich an wie Papier, aber sie ist ganz kuehl. Auch Sarah wird so begruesst. Dann geht sie weiter, die alte Frau. Nach einem ganzen Stueck dreht sie sich noch einmal um, als habe sie etwas vergessen. Sie gruesst die Jungs und den Scheich mit erhobener Hand.

Ich werde das demnaechst auchmal probieren. Einen Fremden mit Handschlag begruessen und ihm dabei tief in die Augen sehen. mal sehen, was passiert. Schade eigentlich, dass dererlei Gesten bei uns in Europa verlorengegangen sind.

Heute Abend essen wir in einem Omani-Restaurant. Man sitzt dort auf Teppichen und es schmeckt lecker....

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