Bei den Beduinen - Schildkrötenstrand
15.02.
Wir frühstücken noch einmal im schönen Hotel beim schiefgrinsenden Inder, checken aus und schlagen uns nach Al-Wasil durch. (Unterwegs halten wir in Lizq und schauen uns eine Festung aus der Eisenzeit an. In Al-Mudayrib sehen wir fortähnliche Wohnhäuser.)
Dort nimmt uns der Beduine in Empfang und es geht im Konvoi in die Wahiba-Wüste. Im Beduinenzelt werden wir mit Datteln und Kaffee begrüßt. Die Zwillingsmädchen der Familie sind wie kleine Kätzchen. Sie begrüßen ihren Onkel schnurrend, necken ihn und schließlich liegen alle entspannt im roten Wüstensand, reden und spielen. Wir machen erste Reitversuche auf Dromedaren. Ich gestehe: wenn der wilde Beduine mich nicht abgestützt (!!!!) hätte, wäre ich in hohem Bogen in die Düne geklatscht.
Schließlich checken wir im Wüstencamp ein. Die KInder sind glücklich über eine eigene Hütte. Ich suche das Bett nach Skorpionen und Schlangen ab...
Während unsere Kinder mit Surfbrettern die Dünen hinuntersausen, klettern wir auch auf eine und versuchen, die Weite und die Stille der Wüste zu begreifen. Es ist einfach unglaublich. Als die Sonne untergeht, färben sich die Dünen dunkelrot.

Wir essen zu Abend und genießen einen Abend am Feuer. Es gibt Beduinenmusik und Tanz. Über uns ein weiter Sternenhimmel.
16.02.
Wir schlafen wie die Babies. Am Morgen, als das Licht durch das palmengedeckte Dach dringt, fangen Täubchen an zu gurren.
Wir duschen (kalt) und frühstücken im Freien.
Dann geht es auf zum DUNE-DIVING. Ich kann den Reiz dieser Aktivität nicht begreifen, aber die Kinder quietschen vor Vergnügen, als es über die Dünen geht. Hin und wieder bleiben wir im Sand stecken, dann wird wieder Anlauf genommen und ein neuer Versuch gestartet.

Wir fahren zum Wadi Bin-Khalid. Ein paradiesicher Ort. Palmengesäumt. Klares Wasser. Die Kinder baden.

Abends geht es wieder zurück ins Wüstencamp, wo wir noch einmal einen schönen Abend erleben und in die Sterne schauen.
17.02.
Schweren Herzens verabschieden wir uns von den Beduinen. Wir versprechen wiederzukommen.
Dann geht es weiter, Richtung Sur. Gegen Mittag sind wir im Turtle Beach Ressort. Eine sehr einfache Anlage. Palmengedeckte Hütten an einer Lagune.
Wir suchen uns den Strand und sammeln Muscheln. Die Jungs machen Bekanntschaft mit Feuerquallen und verlassen schreiend das wasser. Glücklicherweise gibt es nur ein bisschen Ausschlag.

Wir essen in der Anlage zu Abend und gehen relativ zeitig schlafen.
18.02.
Nach dem Frühstück fahren wir ein Stück die Küste entlang. Wir suchen uns eine kleine Sandbucht, wo wir den Tag verbringen.

Im Sand sind die Spuren von Meeresschildkröten zu erkennen. Im Prinzip sehen die aus wie Planierraupenabdrücke. Gigantisch. Auch "Eierschalen" (Eihäute?) finden wir.

Die Kinder baden und spielen unbeschwert.
Nach dem Abendessen fahren wir nach Raz al Jinz. Nach längerem Überlegen haben wir uns dort angemeldet.
Bei Raz al Jinz befindet sich ein 45 k m langer Sandstrand, an den die Schildkröten kommen, um ihre Eier zu legen. Es ist verboten, den Strand zu betreten, aber man kann sich im Besucherzentrum anmelden, um dann mit einem Ranger die Tiere zu beobachten.
Ich habe Bauchschmerzen bei der Aktion. Es gibt sieben Arten Meeresschildkröten. Alle sieben sind vom Aussterben bedroht. Der Mensch gefährdet ihre Existenz.
Fünf Arten kommen an die omanischen Strände, um dort Eier abzulegen. Die Weibchen kehren immer an den Ort zurück, wo sie selbst geschlüpft sind. Keiner weiß, wie sie sich das merken.
Ich habe Angst, dass wir die Tiere stören, andererseits will ich, dass die Kinder genau um diese Zusammenhänge wissen.
Wir bekommen einen Ranger zugeteilt und schleichen an den Strand. Dort beobachten wir fasziniert, wie eine Schildkrötenmama ihre Eier vergräbt. Das riesengroße Tier ist völlig erschöpft von den Strapazen der Eiablage, macht lange Pausen und lässt sich trotzdem nicht stören.
Eine andere hat das Nest gegraben und legt die tischtennisgroßen Eier ab.
Magische Momente. Es ist dunkel und still am Strand. Man hört nur die Brandung rauschen und begreift, dass hier etwas abläuft, was seit Millionen Jahren so geschieht.
Es ist eine Schande, dass der Mensch etwas so Schönes gefährdet.
Wir wollen schon gehen, da erfährt unser Guide, dass in der Nähe Schildkrötenbabies schlüpfen. Wir laufen noch ein Stückchen und sehen plötzlich viele kleine Schildkrötlein, die Richtung Meer krabbeln. Sie orientieren sich wohl am Licht, den Reflexionen auf dem Wasser.
Wir sind ganz still, als wir Raz al Jinz verlassen. Jeder hängt seinen Gedanken nach. Ich denke, dass ich soetwas wohl nie wieder erleben werde in meinem Leben.
19-02
Wir frühstücken und fahren nach Sur.
Die Stadt hat nicht so viel zu bieten (früher wurden hier die berühmten Dhous gebaut), aber wir können ein paar Besorgungen machen. Unter anderem kaufen wir uns Hennapaste und Schablonen.
Ab Mittag sind wir wieder in unserer Sandbucht und genießen noch ein paar unbeschwerte Stunden.
Abendessen. Packen. Ins Bett.
20.02.
Der Tag der Abfahrt. Abschied. Alle sind traurig.
Wir starten relativ zeitig und fahren die noch nicht fertiggestellte Autobahn nach Muscat entlang. Wir sind so ziemlich das einzige Fahrzeug.
Unterwegs pausieren wir in einem Wadi und genießen noch einmal die Ruhe dort. Die Kinder baden.
Gegen Mittag sind wir wieder in Muscat. Die Stadt ist uns vertraut und wir genießen noch einmal die Aussicht auf die Uferpromenade von einem Hotelbalkon aus. Wir bummeln und kaufen letzte Geschenke im Souq. Nach einem opulenten Abendessen gehts zum Flughafen.
Wir kommen wieder. Das ist ganz sicher. Der Oman ist eines der schönsten Länder, die wir bislang besucht haben.
Ein wildes Land mit einer ungeheuren Vielfalt von Landschaften. Grüne Wadis und Oasen. Wüsten. Gebirgsketten. Und herrliche Küsten. Ein Farbenrausch.



Die Menschen sind freundlich und aufgeschlossen. Voller Würde.
Wir frühstücken noch einmal im schönen Hotel beim schiefgrinsenden Inder, checken aus und schlagen uns nach Al-Wasil durch. (Unterwegs halten wir in Lizq und schauen uns eine Festung aus der Eisenzeit an. In Al-Mudayrib sehen wir fortähnliche Wohnhäuser.)
Dort nimmt uns der Beduine in Empfang und es geht im Konvoi in die Wahiba-Wüste. Im Beduinenzelt werden wir mit Datteln und Kaffee begrüßt. Die Zwillingsmädchen der Familie sind wie kleine Kätzchen. Sie begrüßen ihren Onkel schnurrend, necken ihn und schließlich liegen alle entspannt im roten Wüstensand, reden und spielen. Wir machen erste Reitversuche auf Dromedaren. Ich gestehe: wenn der wilde Beduine mich nicht abgestützt (!!!!) hätte, wäre ich in hohem Bogen in die Düne geklatscht.
Schließlich checken wir im Wüstencamp ein. Die KInder sind glücklich über eine eigene Hütte. Ich suche das Bett nach Skorpionen und Schlangen ab...
Während unsere Kinder mit Surfbrettern die Dünen hinuntersausen, klettern wir auch auf eine und versuchen, die Weite und die Stille der Wüste zu begreifen. Es ist einfach unglaublich. Als die Sonne untergeht, färben sich die Dünen dunkelrot.

Wir essen zu Abend und genießen einen Abend am Feuer. Es gibt Beduinenmusik und Tanz. Über uns ein weiter Sternenhimmel.
16.02.
Wir schlafen wie die Babies. Am Morgen, als das Licht durch das palmengedeckte Dach dringt, fangen Täubchen an zu gurren.
Wir duschen (kalt) und frühstücken im Freien.
Dann geht es auf zum DUNE-DIVING. Ich kann den Reiz dieser Aktivität nicht begreifen, aber die Kinder quietschen vor Vergnügen, als es über die Dünen geht. Hin und wieder bleiben wir im Sand stecken, dann wird wieder Anlauf genommen und ein neuer Versuch gestartet.

Wir fahren zum Wadi Bin-Khalid. Ein paradiesicher Ort. Palmengesäumt. Klares Wasser. Die Kinder baden.

Abends geht es wieder zurück ins Wüstencamp, wo wir noch einmal einen schönen Abend erleben und in die Sterne schauen.
17.02.
Schweren Herzens verabschieden wir uns von den Beduinen. Wir versprechen wiederzukommen.
Dann geht es weiter, Richtung Sur. Gegen Mittag sind wir im Turtle Beach Ressort. Eine sehr einfache Anlage. Palmengedeckte Hütten an einer Lagune.
Wir suchen uns den Strand und sammeln Muscheln. Die Jungs machen Bekanntschaft mit Feuerquallen und verlassen schreiend das wasser. Glücklicherweise gibt es nur ein bisschen Ausschlag.

Wir essen in der Anlage zu Abend und gehen relativ zeitig schlafen.
18.02.
Nach dem Frühstück fahren wir ein Stück die Küste entlang. Wir suchen uns eine kleine Sandbucht, wo wir den Tag verbringen.

Im Sand sind die Spuren von Meeresschildkröten zu erkennen. Im Prinzip sehen die aus wie Planierraupenabdrücke. Gigantisch. Auch "Eierschalen" (Eihäute?) finden wir.

Die Kinder baden und spielen unbeschwert.
Nach dem Abendessen fahren wir nach Raz al Jinz. Nach längerem Überlegen haben wir uns dort angemeldet.
Bei Raz al Jinz befindet sich ein 45 k m langer Sandstrand, an den die Schildkröten kommen, um ihre Eier zu legen. Es ist verboten, den Strand zu betreten, aber man kann sich im Besucherzentrum anmelden, um dann mit einem Ranger die Tiere zu beobachten.
Ich habe Bauchschmerzen bei der Aktion. Es gibt sieben Arten Meeresschildkröten. Alle sieben sind vom Aussterben bedroht. Der Mensch gefährdet ihre Existenz.
Fünf Arten kommen an die omanischen Strände, um dort Eier abzulegen. Die Weibchen kehren immer an den Ort zurück, wo sie selbst geschlüpft sind. Keiner weiß, wie sie sich das merken.
Ich habe Angst, dass wir die Tiere stören, andererseits will ich, dass die Kinder genau um diese Zusammenhänge wissen.
Wir bekommen einen Ranger zugeteilt und schleichen an den Strand. Dort beobachten wir fasziniert, wie eine Schildkrötenmama ihre Eier vergräbt. Das riesengroße Tier ist völlig erschöpft von den Strapazen der Eiablage, macht lange Pausen und lässt sich trotzdem nicht stören.
Eine andere hat das Nest gegraben und legt die tischtennisgroßen Eier ab.
Magische Momente. Es ist dunkel und still am Strand. Man hört nur die Brandung rauschen und begreift, dass hier etwas abläuft, was seit Millionen Jahren so geschieht.
Es ist eine Schande, dass der Mensch etwas so Schönes gefährdet.
Wir wollen schon gehen, da erfährt unser Guide, dass in der Nähe Schildkrötenbabies schlüpfen. Wir laufen noch ein Stückchen und sehen plötzlich viele kleine Schildkrötlein, die Richtung Meer krabbeln. Sie orientieren sich wohl am Licht, den Reflexionen auf dem Wasser.
Wir sind ganz still, als wir Raz al Jinz verlassen. Jeder hängt seinen Gedanken nach. Ich denke, dass ich soetwas wohl nie wieder erleben werde in meinem Leben.
19-02
Wir frühstücken und fahren nach Sur.
Die Stadt hat nicht so viel zu bieten (früher wurden hier die berühmten Dhous gebaut), aber wir können ein paar Besorgungen machen. Unter anderem kaufen wir uns Hennapaste und Schablonen.
Ab Mittag sind wir wieder in unserer Sandbucht und genießen noch ein paar unbeschwerte Stunden.
Abendessen. Packen. Ins Bett.
20.02.
Der Tag der Abfahrt. Abschied. Alle sind traurig.
Wir starten relativ zeitig und fahren die noch nicht fertiggestellte Autobahn nach Muscat entlang. Wir sind so ziemlich das einzige Fahrzeug.
Unterwegs pausieren wir in einem Wadi und genießen noch einmal die Ruhe dort. Die Kinder baden.
Gegen Mittag sind wir wieder in Muscat. Die Stadt ist uns vertraut und wir genießen noch einmal die Aussicht auf die Uferpromenade von einem Hotelbalkon aus. Wir bummeln und kaufen letzte Geschenke im Souq. Nach einem opulenten Abendessen gehts zum Flughafen.
Wir kommen wieder. Das ist ganz sicher. Der Oman ist eines der schönsten Länder, die wir bislang besucht haben.
Ein wildes Land mit einer ungeheuren Vielfalt von Landschaften. Grüne Wadis und Oasen. Wüsten. Gebirgsketten. Und herrliche Küsten. Ein Farbenrausch.



Die Menschen sind freundlich und aufgeschlossen. Voller Würde.
nisavi - 6. Mär, 16:23





















