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6
Mrz
2009

Bei den Beduinen - Schildkrötenstrand

15.02.

Wir frühstücken noch einmal im schönen Hotel beim schiefgrinsenden Inder, checken aus und schlagen uns nach Al-Wasil durch. (Unterwegs halten wir in Lizq und schauen uns eine Festung aus der Eisenzeit an. In Al-Mudayrib sehen wir fortähnliche Wohnhäuser.)

Dort nimmt uns der Beduine in Empfang und es geht im Konvoi in die Wahiba-Wüste. Im Beduinenzelt werden wir mit Datteln und Kaffee begrüßt. Die Zwillingsmädchen der Familie sind wie kleine Kätzchen. Sie begrüßen ihren Onkel schnurrend, necken ihn und schließlich liegen alle entspannt im roten Wüstensand, reden und spielen. Wir machen erste Reitversuche auf Dromedaren. Ich gestehe: wenn der wilde Beduine mich nicht abgestützt (!!!!) hätte, wäre ich in hohem Bogen in die Düne geklatscht.

Schließlich checken wir im Wüstencamp ein. Die KInder sind glücklich über eine eigene Hütte. Ich suche das Bett nach Skorpionen und Schlangen ab...
Während unsere Kinder mit Surfbrettern die Dünen hinuntersausen, klettern wir auch auf eine und versuchen, die Weite und die Stille der Wüste zu begreifen. Es ist einfach unglaublich. Als die Sonne untergeht, färben sich die Dünen dunkelrot.

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Wir essen zu Abend und genießen einen Abend am Feuer. Es gibt Beduinenmusik und Tanz. Über uns ein weiter Sternenhimmel.

16.02.

Wir schlafen wie die Babies. Am Morgen, als das Licht durch das palmengedeckte Dach dringt, fangen Täubchen an zu gurren.
Wir duschen (kalt) und frühstücken im Freien.

Dann geht es auf zum DUNE-DIVING. Ich kann den Reiz dieser Aktivität nicht begreifen, aber die Kinder quietschen vor Vergnügen, als es über die Dünen geht. Hin und wieder bleiben wir im Sand stecken, dann wird wieder Anlauf genommen und ein neuer Versuch gestartet.

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Wir fahren zum Wadi Bin-Khalid. Ein paradiesicher Ort. Palmengesäumt. Klares Wasser. Die Kinder baden.

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Abends geht es wieder zurück ins Wüstencamp, wo wir noch einmal einen schönen Abend erleben und in die Sterne schauen.

17.02.

Schweren Herzens verabschieden wir uns von den Beduinen. Wir versprechen wiederzukommen.

Dann geht es weiter, Richtung Sur. Gegen Mittag sind wir im Turtle Beach Ressort. Eine sehr einfache Anlage. Palmengedeckte Hütten an einer Lagune.

Wir suchen uns den Strand und sammeln Muscheln. Die Jungs machen Bekanntschaft mit Feuerquallen und verlassen schreiend das wasser. Glücklicherweise gibt es nur ein bisschen Ausschlag.

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Wir essen in der Anlage zu Abend und gehen relativ zeitig schlafen.

18.02.

Nach dem Frühstück fahren wir ein Stück die Küste entlang. Wir suchen uns eine kleine Sandbucht, wo wir den Tag verbringen.

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Im Sand sind die Spuren von Meeresschildkröten zu erkennen. Im Prinzip sehen die aus wie Planierraupenabdrücke. Gigantisch. Auch "Eierschalen" (Eihäute?) finden wir.

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Die Kinder baden und spielen unbeschwert.

Nach dem Abendessen fahren wir nach Raz al Jinz. Nach längerem Überlegen haben wir uns dort angemeldet.
Bei Raz al Jinz befindet sich ein 45 k m langer Sandstrand, an den die Schildkröten kommen, um ihre Eier zu legen. Es ist verboten, den Strand zu betreten, aber man kann sich im Besucherzentrum anmelden, um dann mit einem Ranger die Tiere zu beobachten.

Ich habe Bauchschmerzen bei der Aktion. Es gibt sieben Arten Meeresschildkröten. Alle sieben sind vom Aussterben bedroht. Der Mensch gefährdet ihre Existenz.
Fünf Arten kommen an die omanischen Strände, um dort Eier abzulegen. Die Weibchen kehren immer an den Ort zurück, wo sie selbst geschlüpft sind. Keiner weiß, wie sie sich das merken.

Ich habe Angst, dass wir die Tiere stören, andererseits will ich, dass die Kinder genau um diese Zusammenhänge wissen.

Wir bekommen einen Ranger zugeteilt und schleichen an den Strand. Dort beobachten wir fasziniert, wie eine Schildkrötenmama ihre Eier vergräbt. Das riesengroße Tier ist völlig erschöpft von den Strapazen der Eiablage, macht lange Pausen und lässt sich trotzdem nicht stören.
Eine andere hat das Nest gegraben und legt die tischtennisgroßen Eier ab.
Magische Momente. Es ist dunkel und still am Strand. Man hört nur die Brandung rauschen und begreift, dass hier etwas abläuft, was seit Millionen Jahren so geschieht.

Es ist eine Schande, dass der Mensch etwas so Schönes gefährdet.

Wir wollen schon gehen, da erfährt unser Guide, dass in der Nähe Schildkrötenbabies schlüpfen. Wir laufen noch ein Stückchen und sehen plötzlich viele kleine Schildkrötlein, die Richtung Meer krabbeln. Sie orientieren sich wohl am Licht, den Reflexionen auf dem Wasser.

Wir sind ganz still, als wir Raz al Jinz verlassen. Jeder hängt seinen Gedanken nach. Ich denke, dass ich soetwas wohl nie wieder erleben werde in meinem Leben.

19-02

Wir frühstücken und fahren nach Sur.
Die Stadt hat nicht so viel zu bieten (früher wurden hier die berühmten Dhous gebaut), aber wir können ein paar Besorgungen machen. Unter anderem kaufen wir uns Hennapaste und Schablonen.

Ab Mittag sind wir wieder in unserer Sandbucht und genießen noch ein paar unbeschwerte Stunden.

Abendessen. Packen. Ins Bett.

20.02.

Der Tag der Abfahrt. Abschied. Alle sind traurig.

Wir starten relativ zeitig und fahren die noch nicht fertiggestellte Autobahn nach Muscat entlang. Wir sind so ziemlich das einzige Fahrzeug.

Unterwegs pausieren wir in einem Wadi und genießen noch einmal die Ruhe dort. Die Kinder baden.

Gegen Mittag sind wir wieder in Muscat. Die Stadt ist uns vertraut und wir genießen noch einmal die Aussicht auf die Uferpromenade von einem Hotelbalkon aus. Wir bummeln und kaufen letzte Geschenke im Souq. Nach einem opulenten Abendessen gehts zum Flughafen.

Wir kommen wieder. Das ist ganz sicher. Der Oman ist eines der schönsten Länder, die wir bislang besucht haben.
Ein wildes Land mit einer ungeheuren Vielfalt von Landschaften. Grüne Wadis und Oasen. Wüsten. Gebirgsketten. Und herrliche Küsten. Ein Farbenrausch.

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Die Menschen sind freundlich und aufgeschlossen. Voller Würde.

14
Feb
2009

Wadi Tanuf-Manah-Jebel Akhdar

13-02

Wir haben noch nicht genug von Viehmaerkten und besuchen noch den von Nizwa. Groesser. Mehr Menschen. Mehr Viecher. Aber auch keine Hektik. Wieder dieses entspannte Feilschen und Handeln. Man sieht oft, wie sich Maenner nach erfolgtem Verkaufsabschluss die Haende schuetteln. Die Frauen halten sich dezent im Hintergrund, scheinen aber maechtig mitzumischen.

Anschliessend schlendern wir durch den Souq. Wir kaufen Silberschmuck, Postkarten, Weihrauch und einen Krummdolch.

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Das Dorf Tanuf ist beruehmt fuer die Mineralwasserabfuellanlage, aber die interessiert uns weniger. Wir wandern im Wadi und die Kinder verfuettern all unseren Proviant an die umherzottelnden Ziegen.

Nachmittags besuchen wir Manah und besichtigen wieder einmal eine Geisterstadt. (Erst zum Schluss, als alles zu spaet ist, entdecken wir das Verbotsschild.)

14-02

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(Valentinstag. Auch hier im arabischen HOtel. Im Pool treiben Luftballonherzen.)

Wir verbringen den Tag am Jebel Akhdar, dem gruenen Berg, der so heisst, weil ihn gruene, fruchtbare Terassenfelder umgeben.

Zunaechst rattern wir mit unserem Gelaendewagen ins Wadi Muaydin. (Ohne Allrad wurde das gar nicht gehen.) Ein paradiesischer Ort. Links und rechts ragen hohe Feldwaende auf. In der Schlucht wachsen vereinzelt Baeume zwischen den Geroellmassen. Auf den Terrassenfeldern sind Bauern bei der Arbeit. Wir sehen erneut, wie kunstvoll sie mit Hilfe der Falajs bewaessern.
Und vor allem: wir finden Wasser. Einen glasklaren Tuempel mit Fischlein drin. UNsere Jungs sind nicht wieder wegzukriegen. Vinc uebrigens, hat sich bereits in Muscat ein Turbantuch kaufen und die Wicklung erklaeren lassen. Er gibt jetzt hier den Sindbad, was bei den Omanis immer wieder Heiterkeitsausbrueche hervorruft.

Wir passieren einen Streckenposten, strenges MIlitaer, aber beim Anblick von Vinc milde gestimmt, und fahren auf das Saiq-Plateau. Wildes, unberuehrtes Land.

Dann wandern wir von Al-Aqur nach Al-Ayn und Sharijah. Es geht durch alte Doerfer, vorbei an Moscheen, ueber Terrassenfelder. Die Granatapfelbaeume bluehen und duften. Vinc entdeckt immer wieder Eidechsen. Die Falaj-Systeme sind beeindruckend.

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Auf einer Treppe kommt uns eine gebueckte Alte entgegen. Sie traegt einen gruenen Schleier und ein kobaltblaues Unterkleid. Wenn sie sich bewegt, kann man ihren Schmuck unter der Kleidung blinken sehen. Manchmal muss sie die Treppen auf allen vieren erklimmen. Als sie auf unserer Hoehe ist, richtet sie sich auf, tritt einen Schritt auf mich zu und gibt mir die Hand. Die Hand fuehlt sich an wie Papier, aber sie ist ganz kuehl. Auch Sarah wird so begruesst. Dann geht sie weiter, die alte Frau. Nach einem ganzen Stueck dreht sie sich noch einmal um, als habe sie etwas vergessen. Sie gruesst die Jungs und den Scheich mit erhobener Hand.

Ich werde das demnaechst auchmal probieren. Einen Fremden mit Handschlag begruessen und ihm dabei tief in die Augen sehen. mal sehen, was passiert. Schade eigentlich, dass dererlei Gesten bei uns in Europa verlorengegangen sind.

Heute Abend essen wir in einem Omani-Restaurant. Man sitzt dort auf Teppichen und es schmeckt lecker....

12
Feb
2009

dolphins-fish market-Nizwa-Bahla-Jabrin-beehive-tombs-Misfah

09-02


Ganz unurlaubsmaessig stehen wir bereits halb sieben auf, fruehstuecken und fahren zum Yachthafen Marina Bandar al-Rowdha. Unser Kaeptn erwartet uns dort bereits und bringt uns hinaus aufs Meer. Wir bestaunen eine atemberaubende Felskueste und nach ca. einer Stunde sind sie da: viele Delfine, die neugierig das Boot umkreisen. Manchmal sieht man nur ihre Rueckenflossen, von Zeit zu Zeit vollfuehren sie kuehne Spruenge. Alles ist ganz friedlich und ruhig. Wir hoeren irgendwann ganz automatisch auf, hektisch herumzuknipsen und geniessen einfach diese Momente.
Wenn man die schoenen Tiere einmal in Freiheit beobachten konnte, wird einem erneut klar, wie idiotisch es ist, sie, ausschliesslich zur Belustigung der Spezies Mensch, in daemliche Delfinarien zu sprerren. Sie sollen frei sein.



Nach einem kurzen Strandaufenthalt (baden, Muscheln sammeln, witzige Einsiedlerkrebse beobachten) starten wir einen erneuten Versuch, die Sultan Quaboos-Moschee zu besuchen. Leider ist fuer Touristen wieder geschlossen.

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Abends suchen wir uns die alte Passstrasse, die von Mutrah via Riyam nach Muscat fuehrt, und geniessen den Vollmondblick auf die beleuchtete Altstadt und den Palastbezirk.

10-02

Noch einmal: zeitig aufstehen. Wir wollen zum Fischmarkt in Muscat. Die Fischer bringen den silbrigen Fang in Schubkarren in den Souq, wo er entweder gleich ausgebreitet oder in einem speziellen Bereich zerteilt wird. Hungrige Katzen schnappen ueberall nach Abfaellen.

Nach dem Fruehstueck checken wir aus und verlassen Muscat, wir starten noch einen dritten Versuch, die Grand Mosque zu besuchen, und dieser ist schliesslich von Erfolg gekroent. Wenn bereits die Dimension des Baus von aussen beeindruckend ist, so verschlaegt einem die Innenausstattung der 2001 nach sechs Jahren Bauzeit eroeffneten Moschee glatt den Atem. Ueber sechstausend Moslems koennen dort beten, der Hof fasst weitere 14 000 Menschen. Praechtige Mosaike, zumeist in Blau gehalten, schmuecken die Gebetshalle. Der persische Teppich dort hat auf 70 mal 60 Metern 1,7 Mrd. Knoten. Der den Raum dominierende Kristallleuchter wurde uebrigens in Bayern gefertigt. Es waere wirklich schade gewesen, wenn wir das nicht gesehen haetten.
Unser Besuchszeitpunkt war zudem sehr gluecklich gewaehlt, denn erst, als wir abfahren, fallen Touristenschwaerme wie die Heuschrecken ein.

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Wir verlassen zweimal die Autobahn, einmal in Bidbid, wo wir ein Fort besichtigen, das mit traditionellen Baumaterialien und Techniken restauriert wurde. (Lehmziegel!!)

IN Izki spazieren wir durch einen alten Ort, der aus zwei getrennten Siedlungen, Yaman und Niz ar, besteht. Unser Reisefuehrer sagt, dass dort zwei verfeindete Staemme wohnten. Die verlassenen, eng aneinandergebauten Lehmhaeuser verfallen, aber die Tatsache, dass sie noch nicht voellig ruiniert sind und man mitunter das Gefuehl hat, gleich koennte jemand aus einem Haus kommen, laesst eine ganz eigenartige, etwas beklemmende Atmosphaere entstehen. Jedenfalls habe ich das so empfunden. Die Kinder gehen mutig auf ntdeckungsreise und bergen so manchen SChatz. Einen vergilbten Koran zum Beispiel, aus dem ein alter, handgeschriebener Brief faellt...

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Abends essen wir in Nizwa, Huhn mit Reis, wie schon in den vergangenen Tagen.


11-02


(wir denken den ganzen Tag an Zuhause)

Wir schlafen aus und brechen nach dem Fruehstueck nach Bahla auf, wo sich das groesste Lehmfort des Oman befindet. Ein imposanter, den Ort beherrschender Bau, der allerdings nur von aussen zu besichtigen ist. Zur Festung gehoert eine 13 km lange, 5 m hohe Stadtmauer, die die Stadt und daas Wadi umschliesst. Angeblich ist diese Mauer vor 600 Jahren von einer Frau, GHEITA, erbaut worden. Oder, andere Version, garantiert von garstigen alten Maennern ersonnen, Jinnen haben sie ueber Nacht erbaut. (Anmerkung der Autorin: Maenner konnten schon immer schlecht mit klugen Frauen umgehen. Das scheint in Arabien nicht anders zu sein.)

Der Palast von Jabrin, urspruenglich ein Wohnschloss, wurde 1984 renoviert und ermoeglicht dem gemeinen Touristen einen Einblick ins Hofleben des mittelalterlichen Oman. Bil arub bin Sultan al Yaa ruba liess den Palast 1670 errichten, um den Ort zum Zentrum von Kunst und Wissenschaft zu machen. Leider hatte der Schoengeist Bil arub die Rechnung ohne seinen gierigen Bruder gemacht. Dieser neidete ihm Imamtitel und Herrschaft und versuchte immer wider, mit HIlfe diverser Staemme, den ungeliebten Bruder zu entmachten. Obwohl Bil arub den Palast mit dicken Mauern und Kanonentuermen gesichert hatte, unterlag er schliesslich und starb in seinem Maerchenpalast. Traurige Geschichte.

In Al-Ayn kraxeln wir den Huegel zu den BEEHIVE-TOMBS, die sich pittoresk vor dem Gebrigsmassiv Jebel Misht (MISHT = Kamm) aufreihen, hinauf. Achtzehn von ihnen haben noch die Bienenkorbform, drei sind bereits zerfallen. Die Eingaenge der 3 - 4 m hohen Graeber sind einheitlich nach Osten ausgerichtet. Man steht dort und staunt. Kein Mensch weit und breit, nur ein paar Ziegen, kein Hinweisschild, kein Zaun. Nur wir, der Jebel MIsht und einundzwanzig Grabkammern.

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12-02

Wir stehen zeitig auf und fahren zum Tiermarkt nach Bahla. Er uebertrifft alle unsere Erwartungen. Eine riesige Menschenansammlung. Lautstarkes orientalisches Feilschen ist schon von Weitem zu hoeren. Die zu verkaufenden Tiere, hauptsaechlich Schafe und Ziegen, werden umhergetragen und angepriesen, bis sich ein Kaeufer findet.

Anschliessend fahren wir in die Berge, die Luft wird duenn dort oben, aber wir haben einen tollen Blick auf tiefe Schluchten und den Jebel Shams.

Den Abschluss des Tages bildet ein Besuch im Bergdorf Misfah al Ibriyen. Dessen alter Ortskern ist vollstaendig aus Natursteinen gebaut und klebt wie ein Schwalbennest am Fels. Wir wandern am Wadi entlang, vorbei an Palmenhainen und Terrassenfeldern. Immer wieder begegnen uns Doerfler, die uns freundlich gruessen und nach unserer Herkunft fragen.

8
Feb
2009

o(h), man(n)

Wir sind vorgestern gut und sicher in Arabien gelandet. Die Fliegerei war ein wenig anstrengend, aber wir haben alle Anschluesse geschafft und es gab keine kritischen Situationen. Der Scheich nahm uns in Muscat wie verabredet in Empfang. Gemeinsam haben wir den Wagen geholt, ein gelaendegaengiges Vehikel, das ich nicht unbedingt steuern moechte. Fuer den Wuestentrip gehts nur eben nicht anders.

Ein bisschen angeschlagen von der Reise waren wir, so dass wir nach dem Einchecken ins Hotel nur ein wenig sightseeing-light betrieben. Wir beschupperten die naehere Umgebung, den Hafen und den Souq.

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Das Hotel ist gewoehnungsbeduerftig. Wir wohnen in einem Teil, in dem es brummt wie auf dem Hubschrauberlandeplatz. Wir wissen nicht, was das ist...

Heute stand die Altstadt von Muscat auf dem Programm: ein Maerchen aus tausendundeinder Nacht. Geborgen in einer Bucht und bewacht von maechtigen Forts schmiegen sich weisse Haeuser und die blauen Kuppeln der Moscheen in die Landschaft. Der Palast des Sultans Qasr al Alam: grandios. Umgeben von herrlichen Gaerten.

Auch im Al-Bustan sind wir gewesen, Wahnsinn. (Eine Oma fiel dort von der Marmortreppe, als sie Protzfotos fuer die anderen Omas daheim machen wollte.))

Uebrigens lag die AIDA im Hafen und Hundertschaften deutscher Urlauber krochen mit uns durch den Ort. Ansonsten sehen wir wenige Touristen.

Am Nachmittag stand die Moschee von Sultan Qaboos auf dem Programm. Sehr, sehr schoen im Abendlicht. Es wird hoffentlich gute Fotos geben.

Morgen machen wir uns auf die Suche nach Delfinen.

6
Feb
2009

We are the pilgrims

"We are the Pilgrims, master; we shall go
Always a little further: it may be
Beyond the last blue mountain barred with snow,
Across that angry or that glimmering sea,
White on a throne or guarded in a cave
There lives a prophet who can understand
Why men were born..."


(from JAMES ELROY FLECKER: The Golden Journey to Samarkand)

2
Feb
2009

into the wild

I leave here believing
More than I had
This love has got
No ceiling

(aus: NO CEILING)


ich höre relativ viel musik und kenne mich auf diesem gebiet ein bisschen aus. ich bin keine spezialistin, aber ich glaube schon sagen zu können, dass ich einen ganz guten überblick habe.

es passiert mir selten, dass mich ein album wirklich überzeugt. komplett aus den socken haut.

am wochenende ist es aber nach langer zeit wieder einmal passiert: EDDIE VEDDER - INTO THE WILD, der soundtrack zum gleichnamigen film.

rockig. wild. ungestüm. aber auch ganz leise und gefühlvoll.
jeder song ein volltreffer, der mich im innersten berührt.

ich nehme das album mit auf meine reise. wer mich finden will, findet mich in dieser musik.

http://de.youtube.com/watch?v=pRUGvArWXLk

http://de.youtube.com/watch?v=pHcZ1wPsJYY

http://de.youtube.com/watch?v=32Js2Ef5Ojg

25
Jan
2009

...

jährlich erkranken in deutschland ca. 57000 frauen an brustkrebs.
was für eine beschissene diagnose.
ich bin fassungs-los. und wort-los. jeder satz ist zu viel.

20
Jan
2009

inauguration

was für ein tag.

mr obama hat mich zu tränen gerührt.
und die waschmaschine ist explodiert.

mir ist bewusst, dass ich mich irre anhöre. aber es ist nun mal so.

die neue waschmaschine wird am kommenden donnerstag in ihr amt eingeführt. und es ist viel zu tun. always.

außerdem erreicht mich herrn zafons neues buch. das spiel des engels. zusammen mit einem lesezeichenkuli. vielen dank!

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