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13
Mai
2009

das lied vom sichnichterinnernkönnen

(als hätte ich nie gelernt, dass tage namen tragen.)

ich bedeute dem morgen: werde hell.
aber ich kann den abend nicht halten, wenn er vergeht.
ich kann das wort nicht sagen.
ein wort, das an den rändern steht.

auf der klippe hocken wir, wir schauen hinab auf das meer.
und manchmal tut sich die erde auf.
dann schieben wir das sommergras zur seite,
scharren im sandigen boden und haben feuersteingeschmack im mund.

(als hätte ich nie gelernt, dass tage namen tragen.)

ich bedeute dem morgen: werde hell.
aber ich kann den abend nicht halten, wenn er vergeht.
ich kann das wort nicht sagen,
ein wort, das an den rändern steht.

du glaubst, dass eine strömung die menschen davonträgt.
sie sind dann nie gewesen.
du magst den gedanken - du willst keine tränen und keine trauer.
kein grab im sandigen boden und auch keinen stein.


(als hätte ich nie gelernt, dass tage namen tragen.)

ich bedeute dem morgen: werde hell.
aber ich kann den abend nicht halten, wenn er vergeht.
ich kann das wort nicht sagen,
ein wort, das an den rändern steht.

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