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11
Mrz
2009

Breche im Mund oder Warum ich am Verstand der Menschen zweifle

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,612421,00.html

Ein rabenschwarzer Mittwoch

Vor ungefähr sieben Jahren war mein jüngster Sohn drei Jahre alt.
Ich ließ mir vier Weisheitszähne aus dem Kiefer meißeln.
Und erkrankte an Gürtelrose.

Robert Steinhäuser tötete in Erfurt zwölf Lehrer, zwei Schüler, einen Polizisten und sich selbst.
Ich war wie erstarrt angesichts der Ereignisse.

Ich bin es heute wieder.

Keiner in dieser Gesellschaft scheint zu begreifen, dass etwas gründlich schief läuft.

Wir können Kinder nicht einfach ohne Schulabschluss ins Leere laufen lassen. Die Leere bedeutet: sie laufen in die Gesellschaft. In ein Autohaus unter Umständen. Und dort töten sie dann, wie sie es aus Computerspielen und Filmen kennen. Jeden, der ihnen über den Weg läuft.

Riesengroße Schulzentren mögen für den entsprechenden Schulträger billiger sein, aber sie sind auch anonym und unübersichtlich. Schwer zu managen. Es verschwinden Informationen im Nirgendwo. Schüler sind Nummern.

Lehrer können nicht geradebiegen, was Eltern zu Hause versauen.

Eltern können nicht geradebiegen, was Lehrer in der Schule versauen.

Eltern und Lehrer müssen in Sachen Erziehung zusammenarbeiten. Sich abstimmen. Zum Wohle der Kinder.

Kinder müssen zuhause Geborgenheit erfahren. Wärme. Und Zuneigung.(Eltern müssen Zeit für ihre Kinder haben.)

Aber sie müssen auch lernen, dass man für das, was man verbockt hat, Verantwortung übernehmen muss. Und, dass Lernen manchmal auch anstrengend ist und Zeit kostet!

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