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13
Jan
2009

Australia

es gibt filme, die nehmen die zuschauer mit. im wörtlichen sinne. sie entführen das publikum und erzählen eine geschichte. sie unterhalten. gut.

solch ein film ist "australia". ein monumentales epos ein gewaltiger schinken, auf den man sich an einem frostigen wintertag gern einlässt.

es ist faszinierend zu beobachten, wie unverschämt mr luhrmann in die vomwindeverweht-casablanca-jenseitsvonafrika-titanic-pearlharbour-kiste greift. man wähnt sich ständig in der australischen adaption eines dieser filme und erwartet sozusagen minütlich, dass hugh jackmann nicole kidman die haare wäscht (er tut es nicht) oder sich die beiden liebenden wenigstens wie jack und rose auf deck drapieren (passiert ebenfalls nicht).
es gibt dialoge, die so banal und kitschig sind, dass sich einem die haare sträuben.

dennoch. wenn man dem film etwas bescheinigen kann, dann mut zu kitsch und klischee auf der ganzen linie. groß, ironisch und mit einem augenzwinkern inszeniert.

neben tollen landschaftsaufnahmen und schönen menschen gibt es allerdings auch die feinen, kleinen luhrmann-szenen. nullah (sehr eindrucksvoll: brendan walters), der die fische herbeisingt, zum beispiel. die szene erinnert mich an die poolszenen in "romeo und julia"(1996), ebenso übrigens, wie mich die urbane kulisse teilweise an diesen film des regisseurs erinnerte.

ein unterhaltsamer abend also. aber vielleicht der schwächste film luhrmanns bislang.

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