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25
Nov
2008

winter opens its arms

für die weitwegseienden: wir sind eingeschneit. komplett. das hat, wie immer, konsequenzen. am morgen muss man autoausschaufelzeit und überdiestraßenrutschminuten, längere bremswege und gereizte autofahrer einkalkulieren. außerdem verwirrtes viehzeug. heute hüpften ein paar rehe vor meinem auto herum, unentschlossen und mich unentwegt anstarrend, aber schließlich sprongten die kreaturen von dannen.

ich mag den november eigentlich nicht, aber momentan komme ich mit der dunkelheit, der kälte und dem schnee noch ganz gut zurecht. das haus ist gut geheizt und gemütlich um diese zeit. am wochende werden wir den weihnachtskram verteilen.
ich habe begonnen, mit den kindern plätzchen zu backen. stollen gekauft. die glühweinvorräte aufgefüllt. ich! früher waren mir solche rituale eher unwichtig.

ich genieße es, mich abends zum lesen zurückziehen zu können.
die sensation schlechthin ist für mich in diesem jahr (neben YOGA und "die eleganz des igels") stieg larsson. seine millennium-trilogie("verdammnis", "verblendung", "vergebung") ist genial. ich habe die bücher verschlungen und kann mich nicht erinnern,dass mir eine protagonistin einmal so ans herz gewachsen wäre, wie das bei lisbeth salander der fall ist. (sie ist skurril. widersprüchlich. vielschichtig. und sehr sympathisch.) großes kino, wirklich.
umso bedauerlicher ist natürlich, dass herr larsson schon so jung sterben musste.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stieg_Larsson#Werke

außerdem habe ich "amore und son quatsch" von hape kerkeling gehört zur vertreibung der winterdepression. sehr nett. unterhaltsam und witzig. das ende der geschichte kommt ein bisschen bemüht und plötzlich daher, aber im dialektieren ist herr kerkeling einsame spitze.

ein sehr empfehlenswerter film ist:

http://video.web.de/watch/5334792/Filmtrailer_Willkommen_bei_den_Schtis

wir hatten einen wunderbaren kinoabend und ich bin mitten in der nacht aufgewacht, weil ich mich an die postaustragszene erinnern musste und habe im dunklen doof vor mich hingekichert...

gestern habe ich leider ein konzert von A FINE FRENZY verpasst. die straßenverhältnisse waren mistig, so dass ich die anfahrt nicht riskieren wollte.

heute abend gab es einen vortrag von INGMAR LEE. er sprach über die abholzung der wälder in British Columbia und seine bilder zeichneten ein erschreckendes bild. es ist deprimierend, einmal wieder vor augen zu haben, wie rücksichtslos wir menschen mit unserem planeten umgehen.

http://www.ingmarlee.com/

mr lee hat mir sehr gut gefallen. bescheiden und zurückhaltend, aber auch selbstsicher und zielstrebig. kein wischiwaschi. ein mensch mit einer mission richtung. einem anliegen. es müsste viel mehr von dieser sorte geben.

das gewäsch unserer "promis" hingegen (wir verloben uns mit viel tammtamm. wir reden von familie und kindern. wir schicken uns eine sms und beenden die beziehung. wir rammeln nach dubai, wo eine beschissene überdimensionierte luxusherberge mit einem noch beschisseneren noch überdimensionierteren feuerwerk eröffnet wird.) geht mir momentan auf die nerven - ohne ende.

gibt es noch etwas zu berichten? ja. BERLIN, BERLIN. wir freu'n uns auf berlin. und wir freu'n uns auf weihnachten. die schneekönigin und den rehbraten.

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