Zufallsbild

oman2010-892

31
Okt
2008

arabesken

I

es ist faszinierend und seltsam zugleich. binnen stunden findet man sich in einer welt wieder, die so verschieden von der ist, die man kennt. zu kennen glaubt. als sei man durch einen spiegel geschritten.

staunend und vorsichtig sucht man den weg durch staubige gassen.
fledermauskatzen verschwinden im dunkel der tausend gerüche.
der abend schmeckt nach frischem fladenbrot und wiedersehen.

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II

die nabelschnur eines neugeborenen jungen wird in der moschee verbrannt. die eines mädchens in der küche des hauses.

amerikanische touristen scheren sich einen dreck um den dress code eines islamischen landes.

wenn ein kind einen milchzahn verliert, nimmt es ihn zusammen mit sieben dattelkernen in die hand und wirft ihn in die sonne. dabei sagt es: "hier hast du den zahn eines esels, gib mir den zahn einer gazelle."

einer wurde alt. er sah es im spiegel. da tauchte er hinab auf den grund des meeres und fand die dort die pflanze, die ewige jugend verhieß. doch die schlange entwindet ihm den kostbaren fund. betrügt ihn und die seinen um ewiges leben.

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III

die tage fließen träge dahin. wie dieser song. wie "RED RIVER SHORE".

SOME OF US TURN OFF THE LIGHTS AND WE LIVE IN THE MOONLIGHT SHOOTING BY.
SOME OF US SCARE OURSELVES TO DEATH IN THE DARK TO BE WHERE THE ANGELS FLY.


IV

wenn jeder etwas abgeben würde vom überfluss, wäre diese welt dann eine bessere?

(naive fragen in überdimensionierten shoppingmalls.)

wohin werden die männer mit den traurige blicken abends gebracht?

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