operation gamsbart/mein erster alp-traum
21.07.
Erkenntnisse des Tages
- Versuchsfeld Bahn:
Auf Viererplätzen sitzen IMMER einzelne Personen, die Handtasche demonstrativ auf dem Platz neben sich, die Extremitäten so weit wie möglich ausgestreckt.
In Mutter/Kind-Abteilen tummeln sich einzelne junge Männer, silberberingt wie die Hühner. Sie beschallen sich so laut mit Techno, dass man bei eventuell stattfindenden Unterhaltungen das eigene Wort nicht versteht. Wenn sie sich nicht beschallen, telefonieren sie. Laut und eindrucksvoll. Sie berichten minutiös vom Wochenende ("Voll depri.") oder unterstreichen die eigene Wichtigkeit dadurch, dass sie die Zahl der für den jeweiligen Tag angesetzten MEETINGS mehrfach wiederholen. Gockel!
Die treusorgende Mutter von heute verteilt die eigene Brut also auf die im Zug noch verfügbaren Sitzplätze (bestenfalls befinden diese sich in einem Waggon. Bestenfalls!) und hechtet während der Fahrt von Kind zu Kind, um Fläschchen zu geben oder Schnittchen zu reichen.
Im Vorfeld mühsam ausgearbeitete Zugverbindungen kann die Mammamia vergessen. Ein Zug hat immer Verspätung. Der Bahnhof von Rosenheim ist insofern geeignet für längeres Rumglucken, als man in der Ferne schon die Berge ahnen kann.
Zeit für fröhliches Geschichtenerzählen.
- Versuchsfeld Bus:
Der Bus ist teuer. Der Bus ist voll. Der Bus ist pünktlich. Immerhin.
Die Wanderomaopageschwader, die ihn nach und nach komplett füllen, sind eine spezielle Spezies. Verschwitzt und entschlossen bis in die Haarwurzeln. Bereit, alles plattzuwandern, was sich ihnen in den Weg stellt. Berge, Hügel, Wälder, Ziegen, Kühe und auch Menschen. Kinder bevorzugt. Um einen der begehrten Sitzlätze zu ergattern, pieken sie einem Kindermenschen oder einem Muttermenschen auch schon mal das Wanderstöckchen energisch in die Seite. Sie steigen ein, bevor die anderen ausgestiegen sind. Klar. Allerdings mit einem fröhlichen "Grüß Gott" auf den Lippen.
22.07.
Erkenntnisse des Tages
- Klimaversuchsstrecke
Wir befinden uns auf einer Höhe von 1400 m und lernen, dass es hier recht kühl und windig ist. Auf den Bergen liegt noch vereinzelt Schnee. Bereits am frühen Morgen erwerben wir daher Mützlein und Stirnbändlein.
- Kondition
Die erste Wanderung wird aus taktischen Gründen als SPAZIERGANG getarnt. Ist aber beileibe keiner. Wir sind sechs Stunden unterwegs und machen uns bewusst, was BERGAUF bedeutet. Das große Kind verlangt ENTSCHÄDIGUNG, der KLEINE kündigt an, sich ABMELDEN ZU WOLLEN.
- FLORA
Wir haben uns vorgenommen, jeden Tag drei Berggewächse zu bestimmen. Heute waren das TÜRKENBUNDLILIE, KNABENKRAUT und HAUSWURZ.

- FAUNA
Die Kühe sind furcheinflößend mit ihren Hörnern. Wir haben trotzdem mit ihnen geredet, als sie mitten auf den Wanderwegen herumglockten und -klingelten.

- KÜCHE
Auf der Brunnenbergalm gabs KAISERSCHMARRN. Große Portionen. ULTRALECKER.
Erkenntnisse des Tages
- Versuchsfeld Bahn:
Auf Viererplätzen sitzen IMMER einzelne Personen, die Handtasche demonstrativ auf dem Platz neben sich, die Extremitäten so weit wie möglich ausgestreckt.
In Mutter/Kind-Abteilen tummeln sich einzelne junge Männer, silberberingt wie die Hühner. Sie beschallen sich so laut mit Techno, dass man bei eventuell stattfindenden Unterhaltungen das eigene Wort nicht versteht. Wenn sie sich nicht beschallen, telefonieren sie. Laut und eindrucksvoll. Sie berichten minutiös vom Wochenende ("Voll depri.") oder unterstreichen die eigene Wichtigkeit dadurch, dass sie die Zahl der für den jeweiligen Tag angesetzten MEETINGS mehrfach wiederholen. Gockel!
Die treusorgende Mutter von heute verteilt die eigene Brut also auf die im Zug noch verfügbaren Sitzplätze (bestenfalls befinden diese sich in einem Waggon. Bestenfalls!) und hechtet während der Fahrt von Kind zu Kind, um Fläschchen zu geben oder Schnittchen zu reichen.
Im Vorfeld mühsam ausgearbeitete Zugverbindungen kann die Mammamia vergessen. Ein Zug hat immer Verspätung. Der Bahnhof von Rosenheim ist insofern geeignet für längeres Rumglucken, als man in der Ferne schon die Berge ahnen kann.
Zeit für fröhliches Geschichtenerzählen.
- Versuchsfeld Bus:
Der Bus ist teuer. Der Bus ist voll. Der Bus ist pünktlich. Immerhin.
Die Wanderomaopageschwader, die ihn nach und nach komplett füllen, sind eine spezielle Spezies. Verschwitzt und entschlossen bis in die Haarwurzeln. Bereit, alles plattzuwandern, was sich ihnen in den Weg stellt. Berge, Hügel, Wälder, Ziegen, Kühe und auch Menschen. Kinder bevorzugt. Um einen der begehrten Sitzlätze zu ergattern, pieken sie einem Kindermenschen oder einem Muttermenschen auch schon mal das Wanderstöckchen energisch in die Seite. Sie steigen ein, bevor die anderen ausgestiegen sind. Klar. Allerdings mit einem fröhlichen "Grüß Gott" auf den Lippen.
22.07.
Erkenntnisse des Tages
- Klimaversuchsstrecke
Wir befinden uns auf einer Höhe von 1400 m und lernen, dass es hier recht kühl und windig ist. Auf den Bergen liegt noch vereinzelt Schnee. Bereits am frühen Morgen erwerben wir daher Mützlein und Stirnbändlein.
- Kondition
Die erste Wanderung wird aus taktischen Gründen als SPAZIERGANG getarnt. Ist aber beileibe keiner. Wir sind sechs Stunden unterwegs und machen uns bewusst, was BERGAUF bedeutet. Das große Kind verlangt ENTSCHÄDIGUNG, der KLEINE kündigt an, sich ABMELDEN ZU WOLLEN.
- FLORA
Wir haben uns vorgenommen, jeden Tag drei Berggewächse zu bestimmen. Heute waren das TÜRKENBUNDLILIE, KNABENKRAUT und HAUSWURZ.

- FAUNA
Die Kühe sind furcheinflößend mit ihren Hörnern. Wir haben trotzdem mit ihnen geredet, als sie mitten auf den Wanderwegen herumglockten und -klingelten.

- KÜCHE
Auf der Brunnenbergalm gabs KAISERSCHMARRN. Große Portionen. ULTRALECKER.
nisavi - 22. Jul, 19:52













