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14
Feb
2008

...

El amor en los tiempos del colera

preview.

irgendwie hatte ich es geahnt. man kann die marquez-stoffe nicht verfilmen, ohne, dass schmonz dabei rauskommt. (wobei: ich erinnere mich dunkel an "chronik eines angekündigten todes" - die verfilmung war nicht schlecht.)

die handlung wirkt zusammengebastelt, die charaktere sind furchtbar bemüht, aber unglaubwürdig. (ich glaube, die maske hat's auch nicht so gut hinbekommen. man hatte den gesamten film über angst, man würde einen klecks make-up-abkriegen...)

florentino erinnerte mich an einen traurigen russischen clown, seine mutter an brigitte mira. und fermina daza? merkwürdig herb und reizlos. schlecht vorstellbar, dass sich ein mann lebenslang nach ihr verzehrt.

rührend die szene, in der die verwitwete fermina und der greise florentino die körperliche liebe wiederentdecken.

"Da schaute er sie an sah sie nackt bis zur Taille, so, wie er sie sich vorgestellt hatte. Sie hatte faltige Schultern, Hängebrüste und die Rippenpartie war von einer fahlen und kalten Haut wie bei einem Frosch überzogen. Sie bedeckte die Brust mit der eben noch ausgezogenen Bluse und löschte das Licht."

es gab tolle aufnahmen von kolumbianischen (?) flusslandschaften und die stadtszenerie hat mich an havanna erinnert.

der soundtrack ist klasse, aber er reißts bei weitem nicht raus.

habe mir das buch rausgesucht. (aufbau verlag 1990) es riecht nach studentenwohnheim. ich erinnere mich genau, wie ich dafür stundenlang am buchladen angestanden hatte. an das gefühl, etwas ganz wertvolles erbeutet zu haben. :-) an das atemlose hineintauchen in die handlung...

"Die Erinnerung an die Vergangenheit war aber nicht, wie er beharrlich glaubte, eine Lösung für die Zukunft."

PS1: ich hab ein neues auto und ein cooles kennzeichen.
PS2: fahr ich zum ukulele orchestra of gb oder fahr ich nicht hin?

http://www.youtube.com/watch?v=OP7F8P1ZtD0

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